Das Altdöberner Schloss - Sächsischer Rokoko und ein 55 ha großer Park


Das Altdöberner Schloss gehört zu den bedeutensten Schlössern aus der Zeit des sächsischen Rokokos und steht unter Denkmalschutz.

Es wurde mehrmals durch verschiedene Eigentümer auf-, aus- und umgebaut. General Alexander Dietrich von Eickstedt erwarb das ehemalige Rittergut von den Bomsdorff um 1712. Das Gut war ihm zu klein und ließ es abreißen und auf dieser Stelle ab 1717 ein Barockschloss errichten.

Bis 1750 ließ dann der neue Eigentümer ( Carl von Heineken ) das Schloss prunkvoll, im Stil des sächsischen Rokokos, ausstatten, den Park um fast das 6-fache vergrößern und noch Brücken, Pavillons, Springbrunnen, Plastiken, ... aufbauen. Im Schloss selbst ging es nicht schlicht zu. Im Gegenteil: dort zierten Wandmalereien, farbige Stoffbespannungen, bemalte Stofftapeten, hölzerne Panelen mit Leinwandmalerei. Der "Große Saal" erhielt eine kostbare Wandgestaltung aus Stuckmarmor.

Ein weiterer Eigentümer "verwandelte" das Schloss um 1880 in den "Zustand", wie es heute zu sehen ist. Der Jurist Dr. Heinrich von Witzleben ließ am Schloss an- und umbauen - im Stil des Historismus. So erhielt das Schloss zwei Zwiebeltürmchen und die Fassade wurde mit einer hellen Sandsteinschicht verkleidet. Nach der Idee von Gräfin Witzleben entstand ein eigenständiger Schlosstrakt in mittelalterlicher Form.
Das Schloss ist demnach ein Stilgemisch aus Barock, Historismus und Mittelalter.

Der Schlossgarten wurde von Eduard Petzold, einem ehemaligen Schüler des Fürsten Pückler, zu einem ca. 55 ha großen Landschaftspark mit wertvollem Baumbestand umgestaltet.

Der Zigarettenfabrikant Eugen Garbáty erwarb 1917 das Anwesen und nutzte es als Sommersitz. Der Schlossherr ließ im Park zahlreiche Rhododendrongruppen anpflanzen und Ausholzungsarbeiten durchführen. 1938 mußte er das Anwesen verkaufen. Er und seine Familie emigrierte dann in die USA.

Von 1946 bis 1974 diente das Schloss als Kinderheim und Altersheim der Caritas. Danach stand es leer und das Bauwerk ist allmählich "verfallen".
Das Schloss ist seit 1996 im Besitz der Brandenburgischen Schlösser GmbH und wird zur Zeit aufwändig rekonstruiert.

Zum Schloss gehören eine doppelte Vorhofanlage mit Kavaliershäusern, ein Marstall, eine Orangerie und Wirtschaftsgebäude sowie der ca. 55-60ha große Schlosspark. Im Schlosspark kann man den "Französischen Garten" mit Neptunbrunnen und viele Plastiken bewundern oder am 13ha großen "Salzteich" mit künstlich angelegter Insel flanieren. Zahlreiche Rhododendren, alte Bäume, Wiesen laden ebenso zum Verweilen im Park ein.



[letzte Aktualisierung: 12.03.2015]
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Weblinks:

Brandenburgische Schlösser GmbH
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Orangerie Altdöbern
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