Die Entwicklung am zukünftigen Cottbuser Ostsee


der zukünftige Cottbuser Ostsee entwickelt sich Aus dem Restloch des ehemaligen Tagebaus Cottbus-Nord soll mit ca. 1900 ha Fläche der größte See der Lausitzer Seenlandschaft entstehen. Er ist dann zudem der größte See des Bundeslandes Brandenburg und der größte künstliche See Deutschlands. Unter allen deutschen Seen wird er den 15. Platz belegen.
Seine Tiefe wird mindestens 2 bis 3m betragen. In den Bereichen der Randschläuche erreicht sie hingegen 30 bis 40m. Die Uferlänge wird ca. 26km umfassen.

Bis zum 23.12.2015 wurde hier noch von VATTENFALL Braunkohle gefördert. Seitdem wird der Grund für die Ende 2018 geplante Flutung vorbereitet. Am 30.09.2016 übernahm die LEAG die Geschäfte von VATTENFALL. Sie führt nun die Umgestaltung fort. Die dafür notwendigen Kosten wurden von VATTENFALL auf 200 Millionen Euro geschätzt. Aber auch die LMBV (Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft) trägt einen Teil der Sanierungsverantwortung. Sie ist für den bis 1990 beanspruchten östlichen Tagebaubereich zuständig.

Die Flutung soll bis zum Jahr 2024 andauern. So die Planung. Insgesamt werden nach Berechnungen rund 280 Millionen m³ Wasser benötigt, um den See zu füllen. Etwa 88 % dieser Menge sollen über die Jahre hinweg der Spree entnommen werden. Die Anbindung erfolgt über den Hammergraben und ein neu zu errichtendes Einlaufbauwerk bei Lakoma. Die restlichen 12 % deckt das aufsteigende Grundwasser ab.


Was sind bzw. waren die ersten Aufgaben der Umgestaltung?

Zuerst muss die Flutungsfähigkeit des Areals hergestellt werden. Dazu müssen die verbliebenen Bahnanlagen und Tagebaugroßgeräte stillgelegt und demontiert werden. Die hier genutzte Abraumförderbrücke F34 wurde am 03.03.2016 gesprengt.
Es ist notwendig, die Böschungen abzuflachen und Uferbereiche herzurichten. Dadurch wird das spätere Abtragen des Erdreichs durch die Wasserbewegung vermieden. Die geschütteten Böden im östlichen Teil müssen mittels Rütteldruckverdichtung verdichtet werden. Sie besitzen noch keine ausreichende Verzahnung und sind instabil.
In einzelnen Bereichen des Seebodens wäre die gewünschte Mindesttiefe von 2 m nicht erreicht. So werden in diesen Gebieten Erdmassen entsprechend abgetragen und umgelagert. Der bisherige Grubenausgang bei Neuendorf (ehemalige Zugausfahrt) wird mit Erdmassen verfüllt. Mehr als 20 Millionen m³ an Erdmassen werden insgesamt bewegt.


Welche weiteren Maßnahmen werden am zukünftigen Cottbuser Ostsee umgesetzt?

Folgende wasserwirtschaftlichen Bauwerke und Anbindungen werden errichtet:

  • Zuleiter und Einlaufbauwerk bei Lakoma (Hammergraben)
  • Auslaufbauwerk zum Schwarzen Graben bei Maust (geplanter Bau 2021)
  • Anbindung des neuen Willmersdorfer Seegrabens (dauerhafte Verbindung zur Spree)
  • Anbindung des Haasower und Koppatz-Kahrener Landgrabens im Süden (geplanter Bau 2022)


Somit wäre die Basis für den Cottbuser Ostsee geschaffen. Alle weiteren Infrastrukturmaßnahmen obliegen der Stadt Cottbus und den angrenzenden Gemeinden. An ihnen ist es, Strände, Häfen, Promenaden und sonstige touristische Einrichtungen zu schaffen, um hier ein Naherholungsgebiet und einen Touristenmagnet entstehen zu lassen.


Derzeit lohnt sich auch schon ein Ausflug hierher. Besuchenswert ist vor allem der 34m hohe Aussichtsturm Merzdorf. Weiterhin gibt es die Aussichtspunkte Südkap, Lakoma, Neuendorf, das Boot Mia, die Gedenkstätte an Klein Lieskow und eine Anhöhe mit schöner Aussicht zwischen Schlichow und Dissenchen.



[letzte Aktualisierung: 10.11.2016]
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News und Pressemeldungen:

09.03.2017 - Cottbus
Kostensteigerungen am Cottbuser Ostsee


28.06.2016 - Cottbus
Potenzialanalyse „Cottbuser Ostsee“


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