Schichtwechsel - Der Tagebau Cottbus-Nord wird bald zum Cottbuser Ostsee


Tagebau Cottbus-Nord Der ehemalige Tagebau Cottbus-Nord liegt ca. 5 km nordöstlich von Cottbus und wurde bis zum 23.12.2015 von der Vattenfall Europe Mining AG betrieben. Die Köhleförderung in diesem Tagebau und damit die Versorgung des nahegelegenen Kraftwerks Jänschwalde begann bereits im Jahr 1981. Die Vorbereitungsmaßnahmen (u.a. Wasserhebung) wurden im Jahr 1975 eingeleitet.

Der Tagebau Cottbus-Nord ist nun ausgekohlt. Der letzte Zug mit 1000t geförderter Rohbraunkohle rollte am Nachmittag des 23. Dezember 2015 planmäßig aus dem Tagebau in Richtung Kraftwerk Jänschwalde.

Am 30.09.2016 übernahm die LEAG (gemeinsame Marke der Lausitz Energie Bergbau AG und der Lausitz Energie Kraftwerke AG) die Geschäfte von VATTENFALL. Die LEAG betreibt weiterhin die Tagebaue Jänschwalde, Nochten, Reichwalde (Bundesland Sachsen) und Welzow-Süd.

Die Flözhöhe im Tagebau Cottbus-Nord lag bei 8 bis 11 m und die Abraummächtigkeit betrug 32 bis 40 m. In den letzten Jahren sank die jährliche Fördermenge von 7 auf ca. 4 Millionen Tonnen Rohbraunkohle. Im Tagebau wurde seit 1983 die Abraumförderbrücke F34 mit einer Abraum-Abtragshöhe von 34 m eingesetzt. Bis zum 31.12.2007 wurden im Tagebau ca. 175 Mio. t Rohbraunkohle gefördert. Zu diesem Zeitpunkt war noch ein Vorrat von ca. 43 Mio. t Braunkohle vorhanden.

Das verbleibende Tagebaurestloch soll in den Cottbuser Ostsee mit Badestränden, Häfen und Bootsanlegeplätzen verwandelt werden. Nach Vorbereitungsmaßnahmen in den Folgejahren soll ab ca. 2018/2019 mit der Flutung mit überwiegend Spreewasser begonnen werden. Diese soll voraussichtlich spätestens im Jahr 2030 abgeschlossen sein. Dann umfaßt der See eine Größe von ca. 1900 ha. Die Wassertiefen reichen nach Flutung von 2,50 m bis zu 30 m in Randbereichen. Die Höhe der Wasseroberfläche wird bei ca. 63,5 m über Null liegen.

Einen schönen Ausblick über das gesamte Areal des zukünftigen Cottbuser Ostsees kann man vom 2006 errichteten Aussichtsturm Cottbus - Merzdorf erleben. Der Turm mit seinen 173 Treppenstufen ist 31 m hoch.



[letzte Aktualisierung: 30.09.2016]
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News und Pressemeldungen:

01.03.2016 - Lausitz
LMBV: Warnung vor dem Betreten gesperrter Bereiche in der Lausitzer Bergbaufolgelandschaft


29.02.2016 - Cottbus
Cottbus-Nord wird Ostsee-Baustelle - Rückbau gestartet


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