Ein Sukzessionspark in der Lieberoser Heide auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz


Sukzessionspark Lieberoser Heide Die Lieberoser Heide war mit rund 255 km² der größte Truppenübungsplatz der sowjetischen Streitkräfte in Ostdeutschland. Neben einem Feldflugplatz gab es auch einen Luft-Boden-Schießplatz, einen Raketen- und Panzerschießplatz.
1994 übergab die Bundeswehr das Gebiet an das Land Brandenburg. Anschließend wurden einige der Flächen verkauft - u.a. an die Stiftung Naturlandschaften Brandenburgs. Dieser Stiftung gehören jetzt ca. 3150 ha.
Nun ist die Lieberoser Heide u.a. ein Naturschutzgebiet: die "Lieberoser Endmoräne". Andere Flächen umfassen das NSG "Reicherskreuzer Heide und Schwansee".

Man beginnt nun langsam mit der Umsetzung zahlreicher Projekte. So versucht man zum Beispiel, die geschädigten und ausgetrockneten Moore in der Heide zu renaturieren. Es sollen sich so Torfmoose und Pflanzen ansiedeln.

Seit kurzem ist das Projekt, einen Sukzessionspark rund um den ehemaligen Generalshügel ( zur Manöverbeobachtung aufgeschütteter Feldherrnhügel ) zu erschaffen, vollendet. Der Begriff Sukzession steht für lebendige Prozesse der Natur. Die Tier- und Pflanzenwelt in der von Panzern geprägten Sandflächen entwickeln und verändern sich ohne menschliche Hilfe neu. Wölfe kehren zurück, neue Tierarten siedeln sich an. Es entstand ein Pionierwald aus Birke, Kiefer, Zitterpappel auf einem vorherigen Nichtwaldstandort.

Man "wandert" im Sukzessionspark durch ein ehemaliges militärisches, entmunitioniertes Übungsgelände. Der Generalshügel ( Besucherplattform ) ist modernisiert worden. Neu ist eine Rampe, über die auch Behinderte den "Hügel" erreichen können.
Von 6-7m Höhe erhält man einen Ausblick / Rundblick über das ehemalige Truppenübungsgelände. Man sieht u.a. den ehemaligen Hubschrauberlandeplatz, aufgeschüttete Wälle – dienten vermutlich als Schutzgräben - und die Kühltürme des Kraftwerkes Jänschwalde.
Die ehemalige, originalgetreue Treppe am Generalshügel steht unter Denkmalschutz. Die Treppenfragmente dienen als Zeitzeuge. Die sowjetischen Truppen nannten den Generalshügel "Warschauer Höhe".

Zur eigenen Sicherheit sollten die Hinweise auf den Warnschildern, die überall im Sukzessionspark aufgestellt sind, beachtet werden.

Die Stiftung Naturlandschaften Brandenburgs bietet Veranstaltungen / Wanderungen rund um die Lieberoser Heide an.



[letzte Aktualisierung: 14.04.2015]
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