Einmal die Auerochsen in der Spreeaue besuchen und vom Teufelsberg einen schönen Rundumblick geniessen


Spreeaue zwischen Döbbrick und Schmogrow bei Dissen Die Spreeauenlandschaft (Spreeaue) ist ein zwischen Döbbrick und Schmogrow neu geschaffenes, 11 km langes Renaturierungsgebiet entlang der Spree mit einer Fläche von ca. 400 ha. Diese Renaturierungsmaßnahme gehört zu den größten Flussrenaturierungen im Land Brandenburg. Sie dauerte von 2006/2007 bis 2014. Mit diesem Projekt sollte die tagebaubedingte Trockenlegung der Lakomer Teiche ausgeglichen werden und wieder eine naturnahe Flusslandschaft an der Spree entstehen. Diese wurde in vergangener Zeit durch Regulierung der Spree und Trockenlegung der Auen weitestgehend abgeschafft.
Es entstanden so 8 neue Teiche, Weideflächen und zahlreiche verzweigte Flußläufe. Um neue Überflutungsflächen zu schaffen, wurde der Deich der Spree auf fast 3 km verlegt. Zudem wurden Buhnen, Nebengerinnen und Inseln errichtet und Sohlschwellen umgebaut. Wurzelstubben und Totholz wurde in die Fließe eingebracht, um die vorhandene Struktur für die Tiere vielfältiger zu gestalten und neue Lebensräume zu bieten. Die Bewirtschaftung der Teiche erfolgt mit Karpfen (K1/K2/K3).

Seit der "Neuerschaffung" haben sich hier in der Spreeaue 50 neue Tierarten und eine Vielzahl seltener Pflanzenarten angesiedelt. Sehenswert sind vor allem die Auerochsen (Heckrinder), Wildpferde (Tarpane) und die Wasserbüffel, die die Flächen der Spreeaue beweiden.
Im Rahmen der Renaturierung erfolgte eine Umsiedlung von Amphibien. Bis Herbst 2009 wurden sagenhafte 146000 Amphibien umgesiedelt, so u.a. Erdkröten, Laub-Moor- und Grasfrösche, Rotbauchunken, Ringelnattern, Blindschleichen ...

Die Spreeaue ist nur ca. 11 km von Cottbus und ca. 2,5 km von Dissen entfernt. Man kann die Spreeauenlandschaft per Rad oder zu Fuß kennenlernen. Dazu werden auch geführte Touren angeboten (Mai-Oktober). Drei Routen (Ochsentour, Spreeroute und Karpfentour) sind ausgeschildert.
Ein großer und kostenloser Parkplatz ist direkt auf dem Gelände vorhanden. Nicht weit entfernt liegt der Aussichtspunkt Teufelsberg mit einer großen hölzernen Skulptur (der Teufel pflügt mit der Hilfe von Ochsen das Flußbett der Spree), die einer Sage nachempfunden ist. Erschaffen wurde die Skulptur vom Bildhauer Hans-Georg Wagner. Ein zweiter Aussichtspunkt "Spreeblick" liegt ca. 2 km entfernt an der Spree.

Auch im Winter ist das Gebiet um den Teufelsberg einen Ausflug wert. Kurze und lange Spaziergänge sind möglich. Es gibt immer etwas zu entdecken.



[letzte Aktualisierung: 21.01.2016]
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