21.02.2017

Spremberg
Konditionierungsanlage reduziert die Eisenfracht um 50 Prozent

Senftenberg. Der Jahresbericht 2016 zum "Monitoring der Eisenbelastung der Spree und in der Talsperre Spremberg" vom Fachgutachter der LMBV Dr. Uhlmann vom IWB liegt vor.

Die Wasserbehandlung durch den bedarfsgerechten Betrieb der Konditionierungsanlage im Zulauf der Spree zur Talsperre Spremberg zeigte auch im Jahr 2016 ihre Wirkung. Die Konditionierungsanlage bestehend aus der Bekalkungsanlage im Bereich Spremberg-Wilhelmsthal und Flockungshilfsmittelzugabe an der Vorsperre Bühlow erzielte eine signifikante Erhöhung des Eisenrückhaltes in der Vorsperre Bühlow. Circa 50 Prozent der Eisenfracht der Spree wird zurückgehalten und damit die Hauptsperre entlastet. Gleichzeitig wird somit die Einhaltung der Ablaufwerte aus der Talsperre am Pegel Bräsinchen gesichert. Der Eisen-gesamt-Wert lag 2016 durchschnittlich bei 0,49 mg/l. Die Talsperre Spremberg (Vor- u. Hauptsperre) erzielte dabei einen Eisenrückhalt von insgesamt ca. 90 Prozent bezogen auf die Eisenfracht in der Spree.

Der Einsatz von Flockungs- und Flockungshilfsmitteln (Weißfeinkalk und Koaret PA 3230 T) wird im Hinblick auf die aquatischen Lebewesen durch ein fischereibiologisches Monitoring in der Talsperre Spremberg überwacht, um eventuelle Auswirkungen der Wasserbehandlung auf Fische und Mollusken sowie des Makrozoobenthos festzustellen bzw. auszuschließen. Mit dem Einsatz der Flockungs- und Flockungshilfsmittel wurden die Umweltbedingungen für die aquatische Fauna durch die erfolgreiche Erhöhung des Eisenrückhaltes in der Vorsperre Bühlow verbessert, wodurch der in 2016 weiterhin ansteigende Trend des Fischbestandes und der Benthosdichte zu erklären ist. So hat sich die Nahrungsgrundlage für eine Vielzahl von Fischarten in der Talsperre Spremberg gegenüber den Vorjahren weiterhin nachweislich verbessert. Somit kann im Einklang mit den Vorjahresergebnissen der Schluss gezogen werden, dass die Vorteile einer verbesserten Eisenrückhaltung, die mit den Wasserkonditionierungsmaßnahmen eventuell noch vorhandenen Restrisiken für Fische und andere aquatische Organismen bei weitem aufwiegen. (siehe Anlage - Zwischenbericht 2016 zum fischereibiologischen Monitoring vom Institut für Binnenfischerei e.V. Potsdam-Sacrow)


Quelle: Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH - http://www.lmbv.de


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