Die Hügelkette Niederlausitzer Landrücken


Der Naturpark Niederlausitzer Landrücken, eine Hügelkette mit 130 bis 160 m über dem Meeresspiegel hohen Erhebungen, wurde am 09.09.1997 gegründet und erstreckt sich im Süden von Brandenburg über eine Fläche von ca. 586 km².
Das Wappentier des Naturparks ist der vom Aussterben bedrohte Rauhfußkauz, dessen Vorkommen mittlerweile beständig ist.
Die höchste Erhebung ist mit 159 m der Wachtberg. Er liegt südlich von Wüstermarke. Der tiefste Punkt mit 59 m über dem Meeresspiegel liegt im Gebiet Borcheltsbusch südlich von Freesdorf.

Bis 1991 wurde hier intensiv auf ca. 15% der Naturparkfläche Braunkohle gefördert. Die zahlreichen Restlöcher wurden rekultiviert und überwiegend geflutet. So wird in naher Zukunft ein umfassendes Freizeit-, Erholungs- und Naturangebot mit besonderen Reizen entstehen.
Entstanden ist schon der Schlabendorfer See, dessen Flutungsende 2012 war. Er ist bereits ein Naturparadies vor allem für Kraniche und nordische Gänse. Alljährlich im Herbst kommen bis zu 4000 Kraniche und 70000 nordische Gänse zum Rasten an den See. Das erfreut die Ornithologen, die aus vielen Teilen Europas extra anreisen, um dieses Spektakel zu beobachten.
Zwei Drittel des Sees gehört der Heinz Sielmann Stiftung. Um Tier- und Pflanzenwelt zu bewahren, ist das Fahren mit Motorbooten auf diesem Teil des Sees nicht gestattet. Die Heinz Sielmann Stiftung bietet auch Führungen zum 20 m hohen Aussichtssturm Nahe Borcheltsbusch (300 Hektar großes Moor) an, um dort den traditionellen Kranichschlafplatz zu besichtigen.

Ein zentraler Ort im Naturpark ist Wanninchen. Der Ort fiel fast vollständig dem damaligen Braunkohletagebau Schlabendorf-Süd zum Opfer. Heute können Sie hier zahlreiche Informationen über die Natur und Besonderheiten dieser Region erhalten. Zudem laden u.a eine Ausstellung, ein Findlingsgarten, ein Weiher und ein kleines Moor zur Besichtigung ein. Für weitere Informationen zur dort ansässigen Heinz Sielmann Stiftung schauen Sie bitte unter www.wanninchen.de nach.
Die Heinz Sielmann Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, seltene Tiere und Pflanzen zu schützen und zu erhalten und erwarb daneben auch über 3200 Hektar Fläche aus ehemaligen Tagebauen.

Lage:

  • zwischen den Städten Luckau, Calau, Sonnewalde und Dahme
  • südlich vom Spreewald
  • ca. 60 km Ausdehnung von Drahnsdorf im Nordwesten bis Altdöbern im Südosten

Historisches:

  • geschaffen von der Saale-Eiszeit vor rund 200.000 Jahren als Teil einer Endmoränenkette, die sich von der Nordsee bis nach Oberschlesien erstreckt
  • Endmoränenteil wird auch als Lausitzer Grenzwall bezeichnet

Natur:

  • knapp 50% Wald mit überwiegend Kiefern, Wiesen, Weiden, Moore, Bachläufe, Teichgebiete
  • Bergmolch, Gebirgsstelze, Sperlingskauz, Fischadler, Seeadler, Fischotter, Rauhfußkauz, Wiener Sandlaufkäfer
  • Sumpf-Johanniskraut, Gagelstrauch, Bärwurz

Ausflugstipps:

  • Heinz Sielmann Naturparkzentrum Wanninchen
  • Höllberghof bei Langengrassau bietet alte Traditionen und bäuerliches Leben
  • Kranich-Beobachtungsturm (20 m hoch) am Borcheltsbusch bei Freesdorf nahe Luckau. Im Herbst kann man von dort aus tausende Kraniche beobachten.
  • Aussichts- und Beobachtungsturm bei Weißag (25 m hoch) mit einem herrlichen Blick über die Calauer Schweiz
  • Wasserschloss und Landschaftspark in Fürstlich Drehna in unmittelbarer Nähe zur Bergbaufolgelandschaft
  • Plinsdörfer am Rande der Calauer Schweiz südl. Calau (hier wird traditionell Buchweizen angebaut, in zu besichtigenden Wassermühlen verarbeitet und in den Gaststätten angeboten, z.B. als leckere Buchweizenplinsen)



[letzte Aktualisierung: 10.07.2015]
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